Das Buch, das sich selbst widerlegt
Ich habe ein Buch über KI im Mittelstand geschrieben. Über Möglichkeiten, Grenzen, Praxis. Natürlich habe ich KI eingesetzt. Für Recherche, für Entwürfe, für Gegenproben.
Die Texte, die zurückkamen, klangen nach mir. Richtige Wörter, plausible Struktur. Aber sie stimmten nicht. Nicht im Sinne von falsch. Im Sinne von: Das habe ich so nicht gemeint. Das ist nicht meine Erfahrung. Das klingt nach mir, aber es kommt nicht von mir.
Korrekt und wahr sind nicht dasselbe. Eine KI kann korrekte Sätze produzieren. Aber ein wahrer Satz braucht jemanden, der ihn meint. Jemanden, der eine Erfahrung gemacht hat und sie in Worte fasst. Nicht weil die Worte optimiert sind, sondern weil sie stimmen.
Schreiben ist Denken. Wer schreibt, merkt, was er nicht verstanden hat. Wer delegiert, merkt es nicht.
Ich habe das Buch selbst geschrieben. Die KI war Werkzeug, nicht Autor. Und genau das wurde die wichtigste Erkenntnis des ganzen Projekts: Die Maschine kann den Output produzieren, aber nicht das Denken dahinter. Wenn das für ein Buch über KI gilt, gilt es für jede andere Anwendung auch.
Ein Buch über KI, das sich durch seinen eigenen Entstehungsprozess widerlegt. Nicht weil es falsch wäre. Sondern weil es zeigt, was die Technologie nicht leisten kann.